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Team Mitglied Anika Irtenkauf
Team Mitglied Angelika Rothe

Sportliche Herausforderungen und vielfältige Disziplinen für Mensch und Hund

Der Turnierhundsport (THS), welcher auch „Leichtathletik mit dem Hund“ genannt wird, ist wohl die Sparte, die an die Hundeführer und die Hunde die größten sportlichen Anforderungen stellt. Durch die Einteilung in verschiedene Altersstufen und eine Trennung in ein weibliches und männliches Starterfeld, sind faire Chancen für alle Hundeführer gegeben. Gestoppt wird im THS immer die Zeit des langsameren Teampartners. Hier werden Wettkämpfe auf Vereins-, Kreisgruppen- und Verbandsebene durchgeführt und besucht. Der THS besteht aus verschiedenen Disziplinen, aus denen sich jeder Hundesportler das für ihn und seinen Hund Passende aussuchen kann.

Disziplinen im Turnierhundsport

Beim Vierkampf 1 muss man sich – wie der Name schon sagt – in vier verschiedenen Disziplinen bewegen. Er besteht aus einer Gehorsamsübung, bei denen der Hund nach einem festen Laufschema mit Leine und auch in der Freifolge geführt wird. Gezeigt werden müssen auch eine Sitz- und eine Platzübung.

Anschließend an die Gehorsamsübung folgt der Hürdenlauf, bei dem auf einer Strecke von 60 Metern vier 30 cm hohe Hürden, deren Stangen locker aufliegen, vom Hund übersprungen werden müssen. Der Hundeführer läuft parallel nebenher oder kann wahlweise auch mitspringen. Für Stangenabwürfe oder nicht gesprungene Hürden sowie Entfernen des Hundes vom Hundeführer gibt es Fehlerpunkte. Es gibt einen Durchlauf.

Als Drittes folgt der Slalomlauf. Hier wird der Hund durch einen mit Stangen abgesteckten ca. 55m langen Zick-Zack-Kurs geführt, wobei Hund und Hundeführer durch die 5 Tore laufen müssen. Ein Auslassen eines Tores wird ebenfalls mit Fehlerpunkten bewertet. Der Slalom wird zweimal gelaufen.

Als letzte Teildisziplin folgt der Hindernislauf, bei dem der Hund auf einer Strecke von 75 Metern 8 verschiedene Hindernisse zu überwinden hat. Der Hundeführer sprintet die 75m neben den Hindernissen ins Ziel. Wenn Fehler passieren (Stangenabwurf oder Vorbeilaufen an einem Hindernis) gibt es Fehlerpunkte. Der Hindernislauf muss ebenfalls zweimal gezeigt werden.

Alle Laufdisziplinen im Vierkampf 1 dürfen mit angeleintem Hund, als auch mit frei folgendem Hund gezeigt werden.

Startvoraussetzung für den Vierkampf 1 ist eine Begleithundeprüfung oder eine THS-Vorprüfung (Verträglichkeitsprüfung und Gehorsamsprüfung).

 

Der Vierkampf 2 wird auf Basis des Vierkampf 1 gelaufen, jedoch mit höheren Leistungsanforderungen. Der Gehorsam muss komplett in der Freifolge geführt werden, zusätzlich muss eine Stehübung gezeigt werden.
Beim Hürdenlauf muss der Hundeführer nun gemeinsam, parallel mit seinem Hund die Hürden überspringen.
Die Laufstrecke des Slalomlaufes verlängert sich auf ca. 65 m.
Alle Laufdisziplinen sind nun mit frei folgenden Hund zu absolvieren.

Der Vierkampf 3 ist die Königsdisziplin im Turnierhundsport und wird auf Basis des Vierkampf 1 & 2 gelaufen, jedoch mit höheren Leistungsanforderungen. Der Gehorsam muss komplett in der Freifolge geführt werden, zusätzlich müssen die Platz- und Stehübung aus dem Laufschritt in Verbindung mit Herankommen gezeigt werden.

Beim Hürdenlauf muss der Hundeführer gemeinsam, parallel mit seinem Hund 6 Hürden überspringen. Die Laufstrecke verlängert sich auf ca. 80 m.

Die Laufstrecke des Slalomlaufes verlängert sich auf ca. 75 m.

Der Sprint-Vierkampf setzt sich aus den drei Laufdisziplinen des Vierkampf 3 (Hürdenlauf, Slalomlauf und Hindernislauf) und einem 1.000 Meter Geländelauf/ CaniCross-Sprint zusammen.

Nach den Laufdisziplinen, bei denen jeweils nur ein Durchgang absolviert wird, folgt zum Abschluss des Wettkampfes der 1.000 Meter Lauf. Dieser wird als Verfolgungsrennen ausgetragen. Der Starter mit dem besten Zwischenstand nach den Laufdisziplinen beginnt. Die Abstände der Startzeiten der folgenden Starter errechnen sich ebenfalls gemäß der Zwischenwertung aus den Laufdisziplinen.

Startvoraussetzung für den Sprint-Vierkampf ist eine Begleithundeprüfung oder eine THS-Vorprüfung Teil A (nur Verträglichkeitsprüfung).

Der Hindernislauf besteht aus einer Strecke von 75 Metern, bei denen der Hund 8 verschiedene Hindernisse zu überwinden hat. Der Hundeführer sprintet die 75m neben den Hindernissen ins Ziel. Wenn Fehler passieren (Stangenabwurf oder Vorbeilaufen an einem Hindernis) gibt es Fehlerpunkte. Diese werden als Strafsekunden der Laufzeit hinzu gerechnet. Pro Wettkampf werden zwei Durchgänge absolviert.

Der Hindernislauf darf mit angeleintem Hund, als auch mit frei folgendem Hund gezeigt werden.

Für den Start ist keine Begleithundeprüfung oder THS-Vorprüfung erforderlich.

Der Dreikampf wurde für Einsteiger in den Turnierhundsport konzipiert. Ähnlich wie im Vierkampf wird auch der Dreikampf in drei Leistungsklassen unterteilt.

Im Gegensatz zum Vierkampf entfällt die Gehorsamsübung – nur die Laufdisziplinen werden je nach Leistungsklasse gleich wie im Vierkampf 1, 2 und 3 von den Teams bewältigt.

Für den Start ist keine Begleithundeprüfung oder THS-Vorprüfung erforderlich.

Im Geländelauf & CaniCross ist die Ausdauer des Hundeführers, aber auch die des Hundes gefragt. Auf den traditionellen Geländelauf Distanzen von 1.000, 2.000 oder 5.000 Metern geht es auf der vorgegebenen Laufstrecke durchs Gelände. Der Hund wird dabei an der Leine geführt, die entweder in der Hand gehalten oder an einem speziellen Bauchgurt-System mit Ruckdämpfer und Paniksnap am Hundeführer befestigt wird. Der Hund trägt dabei ein passendes Zuggeschirr. In den CaniCross – Disziplinen werden außerdem auch Streckenlängen von 400 Metern (Sprintstrecke) bis hin zu 10.000 Metern (Langstrecke) angeboten. Wahlweise kann hier auch im Bikejöring (Fahrrad) und Dogscooter (Roller) gestartet werden.

Ziel im Geländelauf & CaniCross ist es möglichst schnell die vorgegebene Streckenlänge zu überwinden.

Da im Abstand von ein bis zwei Minuten gestartet wird, kann es durchaus vorkommen, dass man von einem anderen Team überholt wird oder selber überholt. Der Hund sollte daher beim Vorbeilaufen an Artgenossen keine Probleme machen.

Startvoraussetzung für den Geländelauf & CaniCross ist eine Begleithundeprüfung oder eine THS-Vorprüfung Teil A (nur Verträglichkeitsprüfung).

Der CSC (Combinations-Speed-Cup) ist ein spannungsgeladener Staffellauf mit verschiedenen Hindernissen, Slalomtoren und Hürden, der von drei Hundeführern mit ihren frei folgenden Hunden als Staffellauf möglichst schnell und fehlerfrei bewältigt werden muss. Die Zeit beginnt zu laufen, sobald das Starttor der Sektion 1 durchlaufen wird und endet mit durchlaufen des Zieltores in Sektion 3. Fehler gibt es z.B. für Stangenabwürfe und Vorbeilaufen an Hindernissen. Diese werden als Strafsekunden der Laufzeit hinzu gerechnet. Pro Wettkampf werden zwei Durchgänge absolviert.

Startvoraussetzung für den CSC ist eine Begleithundeprüfung oder eine THS-Vorprüfung (Verträglichkeitsprüfung und Gehorsamsprüfung).

Beim K.O.-Cup werden zwei identische Parcours aufgebaut und jeweils zwei Mensch/Hund – Teams treten gegeneinander an. Nach dem K.O.-System kommt der jeweils Schnellere der beiden Teams eine Runde weiter.

Zunächst wird eine Qualifikationsrunde gelaufen, nach deren Ergebnis die Zusammensetzung der gegeneinander startenden Teams festgelegt wird.

Anders als bei den anderen Disziplinen des THS müssen beim K.O.-Cup ausgelassene Hindernisse wiederholt werden um den Lauf beenden zu können.

Für den Start ist keine Begleithundeprüfung oder THS-Vorprüfung erforderlich.

Der Shorty braucht etwas weniger Platz als der CSC oder der K.O.-Cup, da die zwei kurzen Hindernisbahnen in gegenläufiger Richtung parallel zueinander aufgebaut werden.

Es laufen zwei Teams in einer „Mini-Mannschaft“, deren Gesamtzeit zählt. Wie beim CSC startet zunächst nur ein Hundeführer mit seinem Hund, der Zweite darf erst loslaufen, wenn der Erste seine Bahn vollendet hat. Fehler gibt es z.B. für Stangenabwürfe und Vorbeilaufen an Hindernissen. Diese werden als Strafsekunden der Laufzeit hinzu gerechnet. Pro Wettkampf werden zwei Durchgänge absolviert, die sowohl mit angeleintem Hund, als auch mit frei folgendem Hund gezeigt werden dürfen.

Für den Start ist keine Begleithundeprüfung oder THS-Vorprüfung erforderlich.

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